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Orakelkarten-Leitfaden · Kapitel 7 von 12

Legesysteme von eins bis sieben Karten

Ein Legesystem ordnet Aufmerksamkeit. Mehr Karten bedeuten nicht automatisch mehr Klarheit. Wähle die kleinste Struktur, die deine Frage sinnvoll abbildet.

Ein Bild. Viele mögliche Blickwinkel.

Das Wichtigste zu diesem Kapitel

Eine Legung gibt jeder Karte eine Frage oder Position. Wähle nur so viele Karten, wie du in Ruhe betrachten und einordnen kannst.

Ein und zwei Karten

Die Tageskarte setzt einen Fokus: Was möchte ich heute bewusst wahrnehmen? Zwei Karten ermöglichen Beziehung: Situation und Ressource, Impuls und Handlung, sichtbar und übersehen. Vermeide die automatische Aufteilung in gut und schlecht. Frage stattdessen, wie beide Karten zusammenarbeiten.

Drei Karten als Grundform

Drei Positionen erzeugen Entwicklung, ohne unübersichtlich zu werden. Bewährt sind Wahrnehmen - Verstehen - Gestalten, Kopf - Herz - Hand oder Ausgangspunkt - Wendepunkt - nächster Schritt. Formuliere jede Position als vollständige Frage. Lies anschließend die mittlere Karte als Verbindung zwischen den äußeren.

Vier und fünf Karten

Vier Karten eignen sich für Übergänge, Stabilität und verschiedene Dimensionen. Fünf Karten können einen Mittelpunkt mit vier Einflussfeldern verbinden. Achte darauf, dass Positionen einander nicht doppeln. Wenn Ressource und Unterstützung praktisch dasselbe fragen, wird die Auslage künstlich aufgebläht.

Sechs und sieben Karten

Größere Legungen brauchen Zeit und Dokumentation. Der Monatskreis mit sechs Positionen kann Grundton, Ressource, Lernfeld, Beziehung, Wirken und Integration betrachten. Eine Standortbestimmung mit sieben Positionen ergänzt Belastung, Loslassen und Einladung. Ziehe keine Zusatzkarten, bevor jede vorhandene Position gelesen wurde.

Eigene Legungen entwickeln

Beginne mit dem Ziel, nicht mit einer schönen geometrischen Form. Bestimme Zielgruppe, Thema und erwünschten Nutzen. Jede Position soll eine eigenständige Aufgabe haben. Teste die Legung mit mehreren Fragen, notiere Überschneidungen und passe sie an. Eine gute Legung ist verständlich, ausgewogen und auch ohne Kartenbeschreibung erklärbar.

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Orakelkarten dienen hier der persönlichen Reflexion. Sie liefern keine gesicherten Vorhersagen und ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische, rechtliche oder finanzielle Beratung.